Stadtpolitik diskutiert Erinnerung an die Befreiung Hildesheims 1945 – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Im Kulturausschuss der Stadt Hildesheim ist gestern Abend ein Vorschlag der Linkspartei diskutiert worden, der Befreiung der Stadt Hildesheim vom Faschismus durch amerikanische Truppen am 7. April 1945 zu gedenken. Ratsherr Ralf Jürgens stellte den Antrag auf eine offizielle Feier vor und erinnerte dabei an die Zeit vor dem 7. April, an denen noch zahlreiche Menschen - darunter Häftlinge und rund 30 italienische Zwangsarbeiter - von den Behörden erschossen oder auf dem Marktplatz aufgehängt worden waren. Dieser Terror sei durch die Besatzung beendet worden, die am 7. April begann.

Im Ausschuss fand die Idee Zustimmung, an diese Ereignisse zu erinnern, eine Feier wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt - sowohl aufgrund der Tatsache, dass das gewählte Datum nicht automatisch das Ende des Faschismus in Hildesheim war, aber vor allem auch deshalb, weil der Termin schon sehr nahe ist und es keine Ressourcen gibt, um so kurzfristig noch eine Feier zu organisieren - dies betonte Lene Wagner, die Leiterin der Stabsstelle Kultur und Stiftungen bei der Stadt. Sie sagte zugleich, dass es bereits Überlegungen gibt, wie das gemeinsame Erinnern an die Geschehnisse der Vergangenheit in Hildesheim insgesamt anders und besser umgesetzt werden kann.

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