Landesarmutskonferenz fordert neue Bundesregierung zu gerechterer Umverteilung auf – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Der Geschäftsführer der niedersächsischen Landesarmutskonferenz, Fabian Steenken, hat die kommende Bundesregierung aufgerufen, sich mehr für den sozialen Zusammenhalt und eine gerechtere Umverteilung einzusetzen. Steenken sagte dem Evangelischen Pressedienst, die CDU sei im Wahlkampf durch soziale Kälte aufgefallen. Das wiederholte Abwerten gegenüber Bürgergeldempfängerinnen und -empfängern und Geflüchteten sowie nicht zuletzt der Fall der Brandmauer machten deutlich, dass die CDU einen Kurs auf Kosten der Ärmsten verfolge - und in Zeiten steigender Ungleichheit sowie Klima- und Wirtschaftskrise sei dieser Kurs genau der falsche.

Notwendig sei dagegen eine nachhaltige Anhebung der Sozialleistungen, so Steenken, mit Priorität bei der Mindestsicherung. Investitionen in bezahlbaren Wohnraum sowie in Bildungs- und Qualifizierungsangebote seien unerlässlich, um langfristig die Lebenssituation der sozial Benachteiligten zu verbessern. Dazu gehörten auch Maßnahmen gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Eine starke Zivilgesellschaft sei wichtiger denn je, um einem Rechtsruck entschlossen entgegenzutreten. Um den sozialen Zusammenhalt im Land zu stärken, bedürfe es letztlich einer breiten gesellschaftlichen Solidarität.

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