Bistum startet im April dritte Studie zu sexualisierter Gewalt – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Das Bistum Hildesheim startet im April die dritte größere Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt. Diese solle auf den Erkenntnissen der Studien von 2017 und 2021 aufbauen, heißt es in der Ankündigung, und sich inhaltlich auf die Amtszeiten der Bischöfe Dr. Joseph Godehard Machens, Josef Homeyer, Norbert Trelle und Heiner Wilmer konzentrieren. Eine Gruppe von Experten verschiedener Fachrichtungen werde dafür über voraussichtlich zwei Jahre Berichten aus Pfarrgemeinden sowie Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen nachgehen und Lebensläufe von Tatverdächtigen rekonstruieren. Über eine Begleitgruppe soll dabei auch ein Informationsaustausch zwischen dem Forschungskonsortium, dem Bistum, der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord und dem Betroffenenrat Nord gewährleistet werden.

Bischof Wilmer sagte dazu, die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum habe für ihn weiterhin allerhöchste Priorität, und die Forschenden würden alle verfügbaren Informationen und jede mögliche Unterstützung erhalten. Für den Betroffenenrat Nord sagte Nicole Sacha, es sei wichtig, dass auch das Erleben der Betroffenen und Co-Betroffenen in der neuen Studie von zentraler Bedeutung sei, denn für sie seien der Missbrauch und seine Folgen tagtägliche Realität. So habe der Rat nach den Vorwürfen gegen den Bernwardshof - eine frühere Einrichtung der Vinzentinerinnen - größten Wert darauf gelegt, dass nun auch die Kinderheime Teil der Untersuchungen werden.

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