In Hildesheim liegen ab heute 300 Stolpersteine – Radio Tonkuhle Hildesheim
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Mit dem heutigen Mittwoch liegen in Hildesheim insgesamt 300 Stolpersteine, die an die Schicksale von im Nationalsozialismus verfolgten, vertriebenen und ermordeten Menschen erinnern. 39 neue Steine werden dabei vorrangig im Innenstadtbereich verlegt, etwa in der Bahnhofsallee, der Bismarckstraße oder der Bergstraße. Ein zentrales Gedenken gab es am Mittag am Hindenburgplatz. Dort wurde ein Stein für Elsbeth Dux gesetzt, die Witwe des 1902 verstorbenen Bankiers August Dux. 

Der Historiker Dr. Hartmut Häger erinnerte an die Geschichte ihrer Familie, die in Hildesheim gut etabliert war und sich wohltätig engagierte, in dem sie z.B. Stiftungen für Arme und Bedürftige gründete. Dux selbst sei Vorstehende des jüdischen Frauenvereins gewesen. Ihre gesellschaftliche Stellung habe die Nationalsozialisten aber nicht daran gehindert, sie aus ihrem Haus zu vertreiben, so dass sie die letzten Lebensjahre in einer Einzimmerwohnung verbringen musste. Dass sie am 24. März 1941 offiziell eines natürlichen Todes verstarb, würde er "mit einem Fragezeichen versehen", so Häger, und vermuten, dass ihre Lebensumstände zuletzt daran mitgewirkt haben - heute würde man davon sprechen, an einem gebrochenen Herzen zu sterben.

Weitere Informationen zu den Stolpersteinen in Hildesheim gibt es (noch nicht aktualisiert) u.a. als Karte auf der Internetseite der Stadt und als Liste bei Wikipedia.

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